Kultur- und Kreativwirtschaft im Landkreis Starnberg

 


 // Stadt.Land.Kreativ. am 22.9.2016
50 interessante Teilnehmer - 5 spannende Stationen - 2 wunderschöne Oldtimerbusse - 1x traumhaftes Wetter - dazu jede Menge neuer Kontakte

Stadt.Land.Kreativ Einladung

 

Wertschätzung und Sichtbarkeit für die Kultur- und Kreativwirtschaft im Landkreis Starnberg.

 

22. September 2016 - 9.30 Uhr - schönstes Spätsommerwetter

Strahlend weiß-blauer Himmel über Starnberg, Treffpunkt für die Stadt.Land.Kreativ-Tour durch den Landkreis ist die Agentur FREIRAUM mit Möbelladen in der Güterbahnhofshalle am Starnberger Bahnhof. Es geht um Wertschätzung und Sichtbarkeit der Kultur- und Kreativbranche. Was liegt da näher als sich mittendrin im öffentlichen Raum zu positionieren? Viele bunte Stühle, viele aufgeschlossene und interessierte TeilnehmerInnen, dazu Cappuccino und frische Croissants, vom Nachbar Café Vespressi direkt über die Straße geliefert.

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Wertschätzung und Sichtbarkeit als Motto des Tages

Nach morgendlichen Begrüßungsworten vom gfw-Geschäftsführer Christoph Winkelkötter erklärt Projektleiterin und Organisatorin Daniela Tewes den Tagesablauf und Jürgen Enninger vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Landeshauptstadt München plädiert für mehr Selbstbewusstsein in der Branche: „Die Kulturschaffenden und Kreativen erwirtschaften einen Umsatz, der Branchen wie Energie oder Chemie entspricht – darauf darf man durchaus stolz sein“. Maximilian Böhm, Inhaber von Freiraum, schildert, wie er vor rund 25 Jahren als Start-up begann sich in der Halle des Güterbahnhofs niederzulassen, zunächst ohne Mietvertrag, aber wie man weiß halten Provisorien oft ewig: „Man muss einfach mal irgendwo anfangen, auch wenn noch nicht alles perfekt ist, und dann Entscheidungen überdenken und nachjustieren“. Wichtig sei auch ein guter Kontakt zur Stadt, wie er zur Bürgermeisterin Eva John stets bestanden hat. Sie ist beim Treffpunkt mit dabei ist und betont, wie wichtig die Leistungen der Branche für die Stadt Starnberg sind. Auf Max Böhm folgt Kulturmanagerin Elisabeth Carr, die sich im Landkreis vor allem einen Namen gemacht hat durch kreative und kulturelle Nutzung unkonventioneller Räume: „Durch solche Veranstaltungen an ungewöhnlichen Orten – vom verlassenen Gasthof über Atombunker, Wohnzimmer oder Teppichladen – entstehen immer neue Ideen und Perspektiven – neue Räume im Kopf.

Willkommen auf dem roten Teppich

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Für alle, die an diesem Tag etwas zu erzählen haben, wird extra der rote Teppich ausgerollt, eigens organisiert im Kostümfundus der Bavariafilmstudios in München. Auch das ein Symbol der Wertschätzung! Wie ein roter Faden wird der Teppich an jeder Station wieder auftauchen und damit auch auf dem Film verewigt, mit dem Ralf Luethy von field of view.media den Tag dokumentiert. Absoluter Blickfang: die beiden gelben Oldtimerbusse mit den wunderbaren Namen Vagabund und Flaneur vom Verkehrsunternehmen Johannes Gottstein, die bei Freiraum um die Ecke biegen.

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Einsteigen und los geht’s im Sonnenschein nach Machtlfing zur Druckerei Ulenspiegel. In beiden Bussen jede Menge Unterhaltungen, fast wie bei einer Klassenfahrt. Eine fröhlich bunte Truppe, neugierig und aufgeschlossen, die Atmosphäre von Beginn bis zum Schluss ausgesprochen herzlich. Bei Ulenspiegel angekommen stellt Geschäftsführer Christoph Merk die Entwicklung zur zertifizierten Öko-Druckerei vor, die als Vertrieb kreativer Produkte selbstverständlich mit zur Branche gehört. Jürgen Enninger liefert dann Antworten auf Fragen nach dem Wert kreativer Arbeit und angemessenen Preisen und diskutiert mit Fotografin Johanna Schlüter, Designerin Yvonne So und Musiker Guido Schmidt, wie man sich am besten gegenüber Gefälligkeiten abgrenzt.

 Kontrastprogramm: vom historischen Gemäuern in Seefeld zum Firmenneubau im Gilchinger Gewerbegebiet

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Immer noch Sonnenschein – immer noch super Stimmung im Bus und überall auf den Straßen lächelnde Passanten, wenn die beiden Busse vorbeikommen. Ankunft im Hof des ehrwürdigen Schloss Seefeld, die Drohne von Filmemacher Ralf Luethy filmt hoch und erhaben die Szenerie. In der Mittagspause öffnen Johannes Steck und Alexandra Rakosi die Türen ihres Tonstudios Schloss Seefeld für Interessierte. Danach zu Gast im Breitwand Kino Seefeld bei Matthias Helwig, Initiator des Fünfseen-Filmfestivals. Mit ihm und Kulturmanager Konstantin Fritz diskutiert Daniela Tewes den Standortfaktor Kultur: „Die Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft ist Ziel jeder nachhaltigen Regionalentwicklung. Wo kreative Menschen arbeiten, passieren Innovationen. Die Branche leistet viel Pionierarbeit, die nicht mehr gewürdigt wird, obwohl alle davon profitieren. Ein Fakt, der mit stolzem Kopfnicken quittiert wird und weiter geht es zur nächsten Station: die U-Experten im Gilchinger Gewerbegebiet – ein Zusammenschluss von Technologie und Design unter einem Dach.

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Innovative neue Arbeitswelt im schlichten Design - tolles Kontrastprogramm zu den Schlossgemäuern. Im Gespräch diesmal Alexander Sorg (Ultratronik) und Camillo König (Imago Design) mit Christoph Winkelkötter, es geht um das „große Haus der kurzen Wege“, das Spannungsfeld Technik und Design und warum die Zusammenarbeit dennoch ein voller Erfolg ist und Kooperationen stets auf Augenhöhe ablaufen. Auf dem Weg zur 5. und letzten Station:

„Möglichkeitsraum Forsthaus – quo vadis?“

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Noch immer ist im Bus keine Ruhe eingekehrt, eifrig wird Netzwerkarbeit betrieben und überall werden Visitenkarten ausgetauscht. Auch wenn manch einem langsam der Kopf schwirrt, die letzte Station für diesen Tag bietet noch einmal einen tollen Abschluss. Sadija Klepo und Katja Herzum von der Asylsozialberatung Hilfe von Mensch zu Mensch e.V. haben ins Forsthaus Mühltal eingeladen, das derzeit als Unterkunft für Asylbewerber genutzt wird. Ein ausgesprochen herzliches Willkommen im ehemaligen Biergarten: img_0301„Deutschkurse und ein Job reichen nicht für echte Integration“, weiß Sadija Klepo aus eigener Erfahrung, „um wirklich anzukommen in einer Gesellschaft braucht es auch die kulturelle Integration“. Umgekehrt bringt Zuwanderung im Bereich Kunst& Kultur auch viel neuen Input. Mit afghanischen und pakistanischen Spezialitäten demonstrieren einige Bewohner ihre Gastfreundschaft, bei Livemusik kommt Partystimmung auf, angeregte Gespräche zwischen TeilnehmerInnen und Bewohnern zeigen, dass Sadija Klepo richtig liegt.

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Kollegin und Mitorganisatorin Katharina Winter, zuständig für das Konversionsmanagement bei der gfw, verweist auf die nächste Veranstaltung am 12. Dezember 2016, bei der es um unzählige und – nicht nur für die Kultur- und Kreativwirtschaft - spannende Varianten zum Thema Co-Working gehen wird.

 

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Busfahrer Hannes sieht immer noch nicht müde aus, zuverlässig bringt Vagabund alle per Shuttle-Service nach und nach zurück zum Starnberger Bahnhof.

 

 

 

 

So viele interessante und nette Menschen auf einem Fleck - Danke an alle, die dabei waren, durch Euch ist es so ein großartiger Tag geworden! Einen großen Dank auch an das Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, das mit seiner Förderung Projekte wie diese erst möglich macht.Druck

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Förderung der Kultur- und Kreativwirtschaft im Landkreis Starnberg - Ein Projekt des Regionalmanagements der gfw Starnberg

 

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Liebe Kreative und Kulturschaffende,

sind Sie Architekt, Journalistin oder Designer? Gehören Sie zur Software-/Games-Branche, zur Werbung oder zur Kunst? In 11 Teilmärkte ist die Kultur- und Kreativwirtschaft unterteilt: Musik, Buch, Kunst, Film, Rundfunk, darstellende Kunst, Architektur, Design, Presse, Werbung, Software/ Games und Sonstiges. Diese kreativen Menschen ziehen andere kluge Köpfe an, machen eine Region innovativ und erfolgreich. Der Landkreis Starnberg ist bekannt für seine KünstlerInnen und Kreativen, als Region mit einer außergewöhnlichen kulturellen Vielfalt. Dank Ihnen!
Ende des letzten Jahres bescheinigte die Studie Kreative Klasse 2015 des Beratungsunternehmens agiplan dem Landkreis Starnberg bundesweit Platz 1, was das innovative, kreative Potenzial, Toleranz und kulturelle Impulse betrifft.

Um die Branche der Kultur-und Kreativwirtschaft mehr wertzuschätzen und zu fördern, hat das Regionalmanagement der gfw seit Jahresbeginn ein eigenes Projekt, unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen, Landesentwicklung und Heimat. Wir bieten für Kreative verschiedene – immer kostenfreie - Veranstaltungen zur Qualifizierung an (Planung, Akquise, Social Media u.a.), organisieren Branchen-Meet-ups, Beratungstage und andere Treffen für Erfahrungsaustausch und Netzwerkarbeit.

Wenn Sie in unseren Verteiler aufgenommen werden möchten, schreiben Sie uns eine kurze Mail mit Ihren Kontaktdaten an tewes@gfw-starnberg.de, es wäre prima, wenn Sie den Teilmarkt angeben, in dem Sie aktiv sind. Wir laden Sie dann künftig zu Veranstal-tungen ein. Ein Newsletter kann zusätzlich abonniert werden, muss aber nicht (bitte ggf. angeben). Mehr Infos zu bisherigen Veranstaltungen der gfw unter http://www.gfw-starnberg.de/wirtschaftsfoerderung/kultur-und-kreativwirtschaft/.

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen und mit Ihnen Ideen zu sammeln und Konzepte zu entwickeln, die unsere Region noch spannender und vielfältiger machen!

Beste Grüße
Daniela Tewes
Kommunikation/ Projektmanagement

 


 

Dezember 2015: Zusammen ist man weniger allein – Workshops und Netzwerk-Treffen der Kultur- und Kreativschaffenden in Herrsching

 

Im November 2015 hat die bundesweite Studie Kreative Klasse 2015 dem Landkreis Starnberg Platz 1 für kreatives Potential bescheinigt und die enorm relevante Rolle der Branche für den Standort bestätigt. Was KreativunternehmerInnen dagegen oft nicht so liegt: klassisches Management und Marketing. Die gfw Starnberg hat aus diesem Grund am 8.12.2015 zwei kostenfreie Workshops zu den Themen Planung und Akquise angeboten. Mehr Infos finden Sie hier.

 


 

Branchenübersicht

Zur Kultur- und Kreativwirtschaft gehören insgesamt 11 Teilbereiche.

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Diese Branche ist hauptsächlich von Freiberuflern sowie von Klein- und Kleinstbetrieben geprägt, die sich kleinteilig im Landkreis verteilen und daher oftmals gar nicht wahrgenommen werden. Dennoch sind die  Klein- und Kleinstbetriebe der Kultur- und Kreativwirtschaft im Landkreis Starnberg im bayernweiten Vergleich überproportional vertreten und für den Landkreis von großer wirtschaftlicher Bedeutung.

Kultur- und Künstlerförderung ist demnach auch Wirtschaftsförderung. Gemeinsam mit dem RKW und weiteren Partnern arbeiten wir an Projekten, die der Kultur- und Kreativwirtschaft helfen, ihr Potenzial weiter zu entfalten.

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